Projekte, Konzepte

Geteiltes Wissen vermehrt sich besonders gut. Ich stelle hier unsystematisiert und unvollständig  Konzepte und Projektskizzen  zur Verfügung, die in unterschiedlichen Kontexten entstanden sind, durch mich (mit)initiiert, organisiert oder beraten wurden.

 

Alltagshilfen

Gesellschaftliches Engagement pendelt in Deutschland zwischen bezahlter Professionalität und reiner Ehrenamtlichkeit, die häufig finanzielle Mittel der Engagierten erfordern (keine Übernahme von Fahrtkosten oder anderen Aufwendungen).  Während die Profis in der Regel bezahlt werden, erreicht die Amateure oft nur ein schales Dankeschön.

Eine Initiativgruppe entwickelte in Goslar  (www.alltagshilfen-goslar.de) das Konzept der „Alltagshilfen“. In der Tradition der Nachbarschaftshilfe sollten Helfer und Hilfesuchende über eine Vermittlungsstelle in Kontakt gebracht werden. Das Konzept wurde realisiert und hat seit 1996 Bestand mit über 300 ehrenamtlichen Helfer/innen. Statt eines „Vergelt`s Gott“ oder Lohns erhält jeder Helfer/in eine Aufwandsentschädigung, die der Hilfesuchende finanziert.

Insbesondere im norddeutschen Raum sind mittlerweile eine Reihe solcher Alltagshilfen entstanden.

 

Freiwilligenagentur Goslar

2001 entstanden, sollte die Freiwilligenagentur Goslar der zentrale  Dienstleister  für alle Vereine und Initiativen im sozialen, sportlichen und kulturellen  Bereich werden. Geplant war der „große Aufschlag“, der insbesondere die ökonomischen Eliten der Stadt einbinden sollte.

Das Projekt musste aufgrund fehlender Finanzmittel und mangelnder Kooperationsbereitschaft deutlich schmaler realisiert werden: www.freiwilligenagentur-goslar.de

 

Fundraisingbüro

Die traditionelle, nicht ökonomisch orientierte Erwachsenenbildung überlebt sich seit Jahren oder stirbt vor sich hin ohne wirkliche gesellschaftliche Relevanz. Sie wird überwiegend gespeist von den akademischen Vorstellungen der 50er oder 70er Jahre und deren Akteure, die neuere Entwicklungen übersehen oder verschlafen.

 Zwar bietet der Markt häufig noch Erholungspausen. Dieser aber werden immer kürzer.

Bildungsstätten bisheriger Prägung haben nur dann bestand, wenn sie sich anders aufstellen: Zu der Lehre muss Praxis, regionale Verwurzelung und eine Öffnung hin zu ambulanten Formen der Weiterbildung treten.

Das St. Jakobushaus Goslar (www.jakobushaus.de) entschied sich Mitte der Neunziger Jahre zu einem solchen Ansatz und realisierte „Satelliten“, die in enger Verbindung zur Bildungsarbeit standen. Ein solcher Satellit war das Fundraisinbüro Goslar (www.fundraisingbuero.de) , dass mit mittlerweile revidiertem Konzept in Hildesheim tätig ist.

In dieser Zeit entstand in Goslar auch die Freiwilligenakademie Niedersachsen.

 

Personalentwicklung

Personalentwicklung ist in kirchlichen Arbeitsfeldern erst relativ spät implementiert worden. Zuvor galten Fortbildungskonzepte als das beste Mittel der Mitarbeiterförderung.

Der Blickwechsel – hin zu den Bedarfen der Organisation – wurde ab 2002 (zu diesem Zeitpunkt wurde ich Personalleiter) im Bistum Hildesheim schrittweise realisiert.

Mittlerweile prägen sehr unterschiedliche Module und Ansätze die Arbeit.

 

Gemeinsamer Alltag

Wer zur Fortbildung in eine Bildungsstätte fährt, der verlässt in der Regel seinen Wohn- und Arbeitsort und begibt sich befristet in andere Zusammenhänge. Kommt er oder sie zurück, muss neues Wissen zunächst in die alte Situation implementiert werden („Transfer“).

Das Projekt „Gemeinsamer Alltag“ hat – regional beschränkt –  einen anderen Ansatz versucht: (Junge) Erwachsene ziehen auf Zeit in einer Bildungsstätte zusammen, gehen aber von hier aus weiter zur Schule, Universität oder Arbeit. Am späten Nachmitttag und Abend teilt man Leben und Erfahrung, lässt sich inspirieren durch einzelne Module der Bildung.